75. Jahrestag der Errichtung des Arbeitserziehungslagers Hunswinkel

In der Presse

Am 23. August 1940 wurde am Ort der heutigen Versetalsperre das erste Arbeitserziehungslager des NS-Regimes errichtet. Dies nahmen die Friedensgruppe Lüdenscheid und der Verein Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus e.V. zum Anlass einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung zu der sich ein kleiner Kreis interessierter Menschen einfand.

Nicht nur der Jahrestag gab besonderen Anlass einer gemeinsamen Veranstaltung. Es war auch die erste - der schon tradtitionellen - Gedenkveranstaltung, nachdem im Oktober vergangenen Jahres das Mahnwahl für die Opfer des Lagers gestohlen worden war.

Umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung wie gewohnt mit Liedern von Rüdiger Drallmeyer. Zur Begrüßung hob Bernd Benscheidt nochmals das seit Jahren positive Engagement des Ruhrverbandes als verantwortlichem Arbeitgeber hervor. Bereits 2007 wurden die Schautafeln vor Ort ergänzt mit der kritischen Aufarbeitung der Ausbeutung von Zwangsarbeitern beim Bau der Talsperre. Zudem widmete der Ruhrverband in seinem 2013 veröffentlichten Jubiläumsbuch "Zeit im Fluss - 100 Jahre Ruhrverband" das Kapitel "Bauen im Krieg die Versetalsperre" diesem dunklen Abschnitt der eigenen Firmengeschichte.

Bauen im Krieg die Versetalsperre
Auszug aus dem Jubiläumsbuch "Zeit im Fluss - 100 Jahre Ruhrverband"
Mit freundlicher Genehmigung des Ruhrverbandes

Es folgte ein längerer Redebeitrag von Matthias Wagner zur Geschichte des Arbeitserziehungslagers, zu neueren Forschungsergebnissen zu den Opfern und zur Erneuerung des gestohlenen Mahnmals. Der Redebeitrag folgt hier im Wortlaut:

Zum Redebeitrag von Matthias Wagner

Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus Lüdenscheid e.V.
Rolf Breucker ♦ Gotenstrae 10 ♦ 58509 Lüdenscheid
Matthias Wagner ♦ Lindenau 16 ♦ 58511 Lüdenscheid